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Ägypten: Folter stoppen! Folter aufklären!

Polizei und Sicherheitskräfte reagierten auf die friedlichen Demonstrationen im Frühjahr 2011 mit massiver Gewalt und willkürlichen Festnahmen. Mindestens 840 Menschen starben. Viele der später Freigelassenen berichteten Amnesty über erniedrigende Behandlung, Schläge und Folter.

Die 20-jährige Salwa Hosseini schilderte Amnesty im Gespräch, wie sie nach ihrer Festnahme mit anderen Frauen gezwungen wurde, sich auszuziehen. Die Leibesvisitation wurde bei geöffneten Türen und offenem Fenster vorgenommen. Salwa Hosseini berichtete, dass Soldaten Fotos von den nackten Frauen gemacht hätten. Anschließend wurden an den Frauen „Jungfräulichkeitstests“ vorgenommen. Einige Frauen wurden geschlagen und mit Elektroschocks gequält.

Familien, die über den Tod ihrer Angehörigen bei den Protesten Aufklärung verlangen, werden eingeschüchtert und unter Druck gesetzt. Damit soll verhindert werden, dass sie Gerechtigkeit fordern und Übergriffe der Sicherheitskräfte während und nach der Revolution zur Anzeige bringen.

Für jede neue Regierung wird es eine zentrale Aufgabe sein, Folter wirklich zu stoppen! Jetzt ist die Zeit des Wandels und der Veränderung in Ägypten. Folter muss jetzt und zukünftig verhindert werden. Folterfälle aus der Vergangenheit müssen aufgeklärt werden!

Setzen Sie jetzt ein wichtiges Zeichen gegen Folter in Ägypten. Unterschreiben Sie die Petition an den ägyptischen Innenminister.

Amnesty International wird die Unterschriften der Online-Petition zusammen mit vielen weiteren Petitionen, die bundesweit von UnterstützerInnen gesammelt werden, den ägyptischen Behörden übergeben.

via Ägypten: Folter stoppen! Folter aufklären!.

Internationaler Tag zur Unterstützung der Opfer der Folter

26. Juni 2011 — Am 26. Juni 1987 trat das Übereinkommen gegen Folter in Kraft. Dies war ein wichtiger Schritt im Zuge dringend nötigen Fortschritts von Menschenrechten weltweit sowie der Kenntnisnahme von Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe als absolut und eindeutig verboten.

Mit dem Ziel dieses historischen Tags zu gedenken, erklärte die UNO-Hauptversammlung 1997 den 26. Juni zum internationalen Tag zur Unterstützung der Opfer der Folter.

UNO-Generalsekretär Ban Ki-moons Kampagne zur Beendung der Gewalt gegen Frauen vom Februar 2008 und weitere Initiativen in diesem Bereich zeigen auf, dass Frauen auf verschiedenste Weisen zu Folteropfern werden. Einige Formen von geschlechtsspezifischer Gewalt anhand staatlicher Akteure sowie Privatpersonen oder -organisationen fallen deutlich unter Folter. Heutzutage beinhaltet die Definition von Folter im Übereinkommen gegen Folter geschlechtsspezifische Gewalt.

Quelle: Vereinte Nationen, International Rehabilitation Council for Torture Victims (IRCT)

via Internationaler Tag zur Unterstützung der Opfer der Folter.